

3. Platz für die Schülerin Victoria Supparitsch von der ISMS Tulln!
Vorbild für viele
Mit Kaffee Organico lancierte Österreichs größte Fair Trade Importorganisation, EZA Fairer Handel, 1988 eine Neuheit auf dem österreichischen Markt: Den ersten Bio-Kaffee aus Fairem Handel. Von Beginn an wurde er in den Weltläden zum Verkauf angeboten. Was mit bescheidenen 33 Tonnen begann, entwickelte sich zum bekanntesten und erfolgreichsten Kaffee mit FAIRTRADE Gütesiegel und zum Beispiel für viele. Heute liefern 14 mexikanische Kleinbauernkooperativen die gut zehnfache Menge der wertvollen Arabica-Hochlandbohnen an die Importorganisation in Köstendorf.
Sorgsamer Umgang mit der Natur
Die Mitglieder der Genossenschaften im mexikanischen Chiapas und Oaxaca sind mehrheitlich Angehörige indigener Volksgruppen. Der sorgsame Umgang mit der Natur als Grundlage ihres Lebens findet in der Förderung des biologischen Landbaus seinen Ausdruck. "Wir wollen keine Chemie verwenden, weil das die Umwelt zerstört, die Natur, die Luft, die wir atmen, die ganze Mutter Erde", erklärt Erein Hernandez Mauricio aus Tziscao. "Deshalb verwenden wir nur organischen Dünger, unser Kaffee ist 100% biologisch". Dies ist mit deutlicher Mehrarbeit verbunden und erfordert eine genaue Kenntnis der natürlichen Kreisläufe.
Mehr Sicherheit durch Fairen Handel
Die viele Arbeit muss sich lohnen, damit Menschen wie Erein darin eine Zukunft sehen. Zahlreiche Kooperativen setzen deshalb seit vielen Jahren auf Fairen Handel. Denn stabilere Preise und verlässliche Handelspartnerschaften sind eine wichtige Grundlage, damit sich die Lebensbedingungen der Kleinbauernfamilien verbessern. "Wir haben uns aus der absoluten Abhängigkeit von den Zwischenhändlern befreit", sagt Gregorio Mendez Moreno, der seit Gründung seiner Genossenschaft vor 25 Jahren mit dabei ist. Die Ernährungssituation hat sich verbessert, in die Ausbildung der Kinder wird ebenso investiert wie in die Ausstattung der Kooperativen mit Infrastruktur.
Schwierige Rahmenbedingungen
Damit sind die Probleme nicht gelöst. Die Lebenshaltungskosten sind in den letzten Jahren in Mexiko explodiert, die Wirtschaftskrise wirft ihre Schatten. Die Kaffeepflanzungen sind in die Jahre gekommen und müssen dringend erneuert werden, damit sie auch in Zukunft sinnvolle Erträge abwerfen. Und auch die Zwischenhändler treten in Zeiten höherer Kaffeenachfrage umso aggressiver auf den Plan und locken mit schnellem Geld - große Herausforderungen, die die Genossenschaften in nächster Zeit meistern müssen. Gregorio Mendez macht sich keine Illusionen, setzt aber weiterhin auf die wichtige Unterstützung durch den Fairen Handel: "Ich hoffe, dass wir gemeinsam weiter kämpfen", stellt er fest und fügt hinzu: "Sicher, wir leben in zwei verschiedenen Welten. Doch wir sind nicht getrennt. Wir sind verbunden."
KaffeegenießerInnen können zwischen verschiedenen Organico-Varianten wählen. Ganze Bohne oder gemahlen, Filter, Espresso oder Pads und entkoffeiniert wird Kaffee Organico heute angeboten. Die Basis dafür ist 100 Prozent biologischer und fair gehandelter Arabica Hochland Kaffee aus Mexiko aus kleinbäuerlicher Produktion. Von Hand geerntet und verlesen. Ausgezeichnet mit dem FAIRTRADE-Gütesiegel.